
Vor dem Licht
Am Anfang, so erzählt die Genesis, ist die Erde noch ohne Gestalt. Finsternis bedeckt die Tiefe, während der Geist Gottes über dem Wasser schwebt.
Genesis 1:1–2
Geschichten und Traditionen in Bildern
Seit Jahrhunderten erzählen wir Geschichten über Ursprünge, Entscheidungen und das Zusammenleben. Hier begegnen wir ihnen durch Bilder und Worte und nehmen uns Zeit, ihnen zu folgen.
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Jede Tradition hat eigene Texte, Gesten und Geschichten. Manche begegnen sich, andere folgen sehr unterschiedlichen Wegen. Wir haben begonnen, einige zu sammeln, ohne alles auf einer Seite erzählen zu wollen.

Aufmerksamkeit für das Geschehen, das Leiden und die Möglichkeit, es zu verstehen.

Ein verletzter Reisender und jemand, der anhält. Ein Gleichnis über die Bedeutung des Helfens.

Ein gedeckter Tisch, die Kerzen am Freitagabend, eine andere Zeit als die des Alltags.

Ein Wagen hält vor der Schlacht, und eine schwierige Frage stellt sich: Wie soll man handeln?

Das überlieferte Wort, das Lesen und die Suche nach der Bedeutung der Texte.

Eine offene Küche und eine gemeinsame Mahlzeit, ohne Unterschiede zwischen den Menschen.
Aus dem Buch Genesis
Am Anfang ist die Erde ungeformt, Finsternis liegt über der Tiefe und der Geist Gottes bewegt sich über den Wassern.

Am Anfang, so erzählt die Genesis, ist die Erde noch ohne Gestalt. Finsternis bedeckt die Tiefe, während der Geist Gottes über dem Wasser schwebt.
Genesis 1:1–2
Dann lässt Gott das Licht erscheinen. Er scheidet es von der Finsternis und nennt das Licht Tag und die Dunkelheit Nacht. Abend und Morgen kommen: der erste Tag.
Genesis 1:3–5
Die Wasser werden getrennt, und zwischen ihnen öffnet sich ein Raum: der Himmel. Danach sammeln sich die unteren Wasser, und trockenes Land tritt hervor.
Genesis 1:6–10
Gott lässt Pflanzen auf der Erde wachsen, Gewächse mit Samen und Bäume mit Früchten nach ihrer Art. Gott sieht, dass es gut ist. Es wird Abend und Morgen: der dritte Tag.
Genesis 1:11–13
Gott setzt Lichter an das Himmelsgewölbe, um Tag und Nacht zu scheiden, Zeiten, Tage und Jahre zu bestimmen und die Erde zu erhellen. Das größere Licht herrscht über den Tag, das kleinere über die Nacht; dazu kommen die Sterne.
Genesis 1:14–19
Das Wasser füllt sich mit Lebewesen, und Vögel durchqueren den Himmel. Es ist der fünfte Tag: Leben bewegt sich im Wasser und in der Luft.
Genesis 1:20–23
Gott erschafft die Landtiere nach ihren Arten und die Menschen nach seinem Bild, männlich und weiblich. Er segnet sie, gibt ihnen Herrschaft über die Lebewesen und weist ihnen Pflanzen und Früchte als Nahrung zu.
Genesis 1:24–31
Gott vollendet das Schöpfungswerk und hört am siebten Tag auf zu arbeiten. Er segnet den siebten Tag und heiligt ihn.
Genesis 2:1–3Genesis gehört zur Tora und zur christlichen Bibel. Diese Darstellung ist eine eigene Paraphrase von Genesis 1:1–2:3, kein Zitat und keine kanonische Übersetzung. Die Bilder sind künstlerische Interpretationen.